Haartransplantation

Geheimratsecken / lichtes Haar / Haarausfall

Das Haarkleid des Menschen, insbesondere das Kopfhaar, aber auch die Augenbrauen, nehmen schon seit jeher eine besondere Stellung in der Ästhetik und Psyche des Menschen in allen Kulturen ein.  Haarverlust kann unterschiedliche Ursachen haben, meist ist er genetisch bedingt, aber auch Unfälle, Verbrennungen, 

Operationen (z. B. narbige Alopezie) können zu einem dauerhaften Haarverlust führen. Es sind häufiger Männer, aber auch in zunehmenden Maße Frauen betroffen, für die es oft eine noch stärkere psychische Belastung darstellt.

STRIP-Technik

Diese am meisten gebrauchte Methode beruht auf der Entnahme eines dicht behaarten ca. 1 cm breiten Hautstreifens am Hinterkopf in Lokalanästhesie. Der entstandene Defekt wird mittels einer speziellen Nahttechnik wieder verschlossen, so dass später die Haare wieder durch die Narbe hindurchwachsen können und diese daher kaum sichtbar sein wird. Es ist daher zu empfehlen vor der Transplantation das darüber liegende Haar länger zu tragen, damit die Naht überdeckt wird und diese daher nicht sichtbar ist. Nach ca. 14 Tagen werden die Fäden gezogen und es bleibt eine kaum sichtbare strichförmige Narbe zurück, die lediglich bei einer Totalrasur sichtbar ist.

Aus dem entnommenen Hautstreifen werden nun die  follikulären Units präpariert, d.h. es entstehen winzige Einheiten mit ein, zwei, drei oder maximal vier Haaren.

Während der Haarpräparation durch speziell geschulte Helferinnen wird das markierte Transplantationsareal örtlich betäubt und es werden mit kleinsten Messerchen Minischlitze in die Kopfhaut gebohrt(Slittechnik), in die anschließend mittels feinster Pinzetten die präparierten Haare implantiert werden.

  • ab 2975 Euro
  • Dauer je nach Aufwand 3 bis 5 Stunden
  • Einzeichnung der Entnahmestelle und des zu transplantierendes Areals
  • Örtliche Betäubung, auf Wunsch auch Dämmerschlaf möglich
  • Entnahme des 1 cm breiten Streifens am Hinterkopf und Defektverschluss mittels mikrochirurgischer Nahttechnik
  • Währenddessen Scheiden des entnommenen Haarstreifens in Einzelhaare
  • Betäubung des zu transplantierenden Areals
  • Minischlitze in die Kopfhaut und einlegen der Haare
  • Kopfwäsche ab Folgetag tgl. zum Ablösen der Krusten
  • Keine enge scheuernde Kopfbedeckung
  • Ab dem 3. Monat nach der Operation beginnen die Haare zu wachsen

FUE-Technik (Follicular Unit Extraction)

Bei dieser Technik werden die einzelnen Haarwurzelgruppen („follicular units) mittels Hohlbohrer entnommen und anschließend wie bei o.g. Technik mittels Minischlitzen in

die Kopfhaut implantiert.  Die Entnahmestellen werden offen gelassen und heilen mit kleinen punktförmigen Närbchen ab.  Da diese Technik weitaus zeitaufwendiger und verletzungsanfälliger für die Haarwurzeln ist, ist sie nicht für jeden Patienten geeignet, da in der Regel weitaus weniger Haare transplantiert werden können. 

  • Je nach Anzahl und Areal ab 2995 Euro
  • Örtliche Betäubung am Hinterkopf und des zu transplantierendes Areals, auf Wunsch auch Dämmerschlaf möglich
  • Entnahme der einzelnen Haareinheiten am Hinterkopf und Einsetzen mittels Schlitztechnik in das zu transplantierende Areal
  • Kopfwäsche ab Folgetag tgl. zum Ablösen der Krusten
  • Keine enge scheuernde Kopfbedeckung
  • Ab dem 3. Monat nach der Operation beginnen Haare zu wachsen

Die Ursachen für Haarausfall können sehr unterschiedlich sein. Bei Stress, schweren Erkrankungen und Stoffwechselstörungen oder bei einer Schwangerschaft, kann es zu vorübergehendem Haarverlust kommen, der jedoch in der Regel wieder reversibel ist.  Im frühen Stadium des erblich bedingten Haarausfalls kann noch durch Medikamente (Finasterid u./o. Minoxidil) der Haarausfall  teilweise gestoppt werden.  Sind schon lichte bzw. kahle Stellen vorhanden, ist eine Eigenhaartransplantation sinnvoll.

Das Grundprinzip der Eigenhaartransplantation ist die Umverteilung des eigenen Haares. Bereits in den  fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte man, dass die aus dem Haarkranz entnommenen Haare ihre genetische Information des dauerhaften Haarwuchses nicht verlieren und daher auch im Empfängergebiet (z. B. Geheimratsecken) ihr Leben lang weiter wachsen und nicht ausfallen.  Damit war der Therapieansatz für die Behandlung  des Haarausfalls gefunden.

Zu Beginn der Ära der Haartransplantation waren die Op-Techniken jedoch noch recht grob und es zeigte sich in der Regel ein recht sichtbares Ergebnis mit dem sogenannten Puppenkopfeffekt. Dank der Entwicklung mikrochirurgischer Techniken hat sich die Haartransplantation in den letzten Jahren deutlich verbessert mit Ergebnissen nahezu perfekter Natürlichkeit.

Zunächst erfolgt ein ausführliches ärztliches Beratungsgespräch in dem auf Ihre Wünsche und Vorstellungen eingegangen wird und mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet wird, welche Behandlungsform für sie geeignet ist und welche Resultate möglich sind. Da die Anzahl der Haarwurzeln, die für eine Transplantation zur Verfügung stehen limitiert ist, ist evtl. primär nur eine Teillösung möglich und es müssen ggf. mehrere Transplantationen erfolgen bis das gewünschte Resultat erzielt werden kann.

Eine Limitation der Haardichte ist dadurch gegeben, dass beim Einsetzen der Transplantate kleinste Hautbrücken als Zwischenräume belassen werden müssen, damit die Haarwurzeln vom umgebenden Gewebe her versorgt werden können. Dies ist eine der wichtigen Voraussetzungen für das sichere Anwachsen. Wird eine Transplantation in einem völlig kahlen Gebiet durchgeführt, so ist der Erfolg zunächst eine flächendeckende lichte Behaarung. Hier kann dann durch eine Folgebehandlung in die Zwischenräume transplantiert werden, so dass eine gute Haardichte erreicht werden kann.

Weist das Areal noch eigenes Resthaar auf, so kann man in die dazwischenliegenden schütteren Stellen Transplantate einsetzen um die optische Dichte zu erzielen. Dabei muss man sich jedoch bewusst sein, dass das „ Resthaar“ weiterhin ausfallen kann. Dies kann man jedoch durch eine geeignete medikamentöse Therapie (s.o.) versuchen zu verhindern. Ansonsten kann man natürlich auch dann eine Folgebehandlung durchführen. Wichtig ist, dass am Ende des Gesprächs Ihre Vorstellungen mit den vom Arzt ästhetisch zu reproduzierenden übereinstimmen, damit wir ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können.

Wie bereits beschreiben kommt es immer im Bereich des transplantierten Areals zu Krustenbildung, die sich nach ca. 10- 14 Tagen ablösen. Weiterhin kommt es oft zu vorrübergehenden Schwellungen im Kopf- und Gesichtsbereich. Gelegentlich treten kleinere Pickelchen auf. Meist handelt es sich um eingewachsene Härchen, die durch Eröffnen und Desinfektion zur Abheilung gebracht werden.

Wie bei jedem operativen Eingriff besteht ein Infektionsrisiko, das jedoch bei einer von einem erfahrenen Team exakt durchgeführten Behandlung äußerst gering ist. Äußerst selten kann es im behandelten Gebiet  zu einer Gefühlsminderung kommen. Diese entsteht dadurch, dass die feinen Nervennetze in Mitleidenschaft gezogen worden sind und der neue Zusammenschluss einige Zeit dauert. So kann es bis zu 12 Monaten dauern bis sich diese feinen Nerven wieder regeneriert haben.

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Hier sind gute Erfahrungen zu machen wichtig.

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