Ästhetische Gesichts-Rekonstruktion

Nach Hautkrebs im Gesichtsbereich

Da im Gesicht das Gewebeangebot  – im Gegensatz z.B. zum Rücken – beschränkt ist, besteht oft nicht die Möglichkeit einer einfachen Operation, sondern es bedarf komplizierter mikrochirurgischer Op-Techniken durch einen erfahrenen Operateur um gute kosmetische Ergebnisse und nicht entstellende Narben im Gesicht zu erzielen. Die meisten operativ

nicht so versierten Kollegen schicken die Patienten für diese Operation stationär in die Klinik, was einen Aufenthalt von ca. 14 Tagen bedeutet. Durch unsere langjährige Erfahrung und Spezialisierung auf diesem Gebiet sind wir eine der wenigen Praxen Deutschlands, die Ihnen diese Operation ambulant anbieten können.

Operation mit ästhetischer Rekonstruktion bei großen Hauttumoren

Ist der Tumor  schon weiter fortgeschritten und größer im Durchmesser kann er  – vorallem im Gesicht – nicht einfach wieder verschlossen werden, da es sonst zu Verziehungen  und Einschränkungen von wichtigen Funktionen kommen würde. Durch zu viel Zug auf der Wange könnte zum Beispiel das Unterlid heruntergezogen werden, was zum Einen ästhetisch unschön wäre, aber auch zu einer Schädigung durch Austrocknung des Auges führen könnte.

Daher bedarf es spezieller mikrochirurgischer rekonstruktiver Techniken um den Tumor so zu entfernen, dass das Gesicht in seiner Form, seiner Einheit und Symmetrie, seiner Funktion (Essen, Sprechen etc.) vollständig erhalten bleibt. Unser Ziel ist es, das Gesicht des Patienten zu erhalten wie es war. Es wird lediglich durch eine feine Narbe geziert.

Die Operation großer Hauttumore erfolgt in der Regel zweizeitig. Das heißt an Tag 1. erfolgt die Entnahme des Tumors in örtlicher Betäubung. Der entstandene Defekt wird mit einem künstlichen Hautersatz und einem Druckverband bedeckt. Diese Procedur dauert ca. 20 min und Sie können im Anschluss die Praxis schmerzfrei verlassen.  Das entnommene Gewebe wird an das renommierte Dermatologikum nach Hamburg zu Proffessor Steinkraus geschickt und dort mit speziellen Techniken an den Rändern und in der Tiefe aufbereitet und feingeweblich untersucht, so dass wir genau wissen ob der Tumor gänzlich im Gesunden entfernt wurde. Nach Erhalt des Ergebnisses ein paar Tage später erfolgt die zweite Operation.

Hierbei ist das wichtigste die Planung. Unter Beachtung der Hautspannungslinien, Falten, ästhetische Einheiten und Elastizität der Haut wird die Hauptverlagerungsrichtung für die in den Defekt zu verschiebende Haut festgelegt.  Es gibt sehr viele Möglichkeiten des Defektverschlusses wie Rotationslappenplastik, Verschiebelappenplastik oder Transpositionslappenplastik. Ziel bei allen Lappenlastiken ist es jedoch, das Gewebe aus der Umgebung spannungsfrei in den Defekt zu verschieben und mit einer mikrochirurgischen Nahttechnik zu verschliessen. Nur durch jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet ist es möglich, das optimale Ergebnis für den Patienten zu erreichen.

Im Anschluss an den Defektverschluss erhalten Sie einen Druckverband, der  ebenso wie die kleine Drainage für 24 Stunden belassen werden sollte. Am nächsten Tag erfolgt eine Wundkontrolle und Sie erhalten einen wasserfesten Verband, so dass Sie duschen können, nur bitte  Schwimmen, Baden oder Saunabesuche für eine Woche meiden.

In den ersten Tagen nach de Operation haben Sie oft eine leichte Schwellung und einen Bluterguss. Durch entsprechende von uns verordnete Medikamente ist dies aber schnell rückläufig. In der Regel ist ein entfernen des Nahtmaterial nicht nötig, da wir dank  der modernen Operationstechniken mit resorbierendem Material arbeiten, was zu einer feinen strichförmigen Narbe führt. In seltenen Fällen kann jedoch eine oberflächliche Naht nötig sein. Dann entfernen wir den Faden nach einer Woche.

Nach einer Woche können Sie  sich bereits ohne Verband bewegen, die vollständige Abheilung dauert aber ein wenig länger.

  • Werden von Privaten Kassen übernommen
  • Selbstzahler ab 500 Euro
  • 1. Termin
  • Dauer: 1- Op ca 15 min
  • Betäubung: Örtlich, auf Wunsch auch im Dämmerschlaf
  • Exzision des Tumors Einlage eines temporären Hautersatzes in den Defekt
  • Verband
     
     
  • 2. Termin 1 Woche später
  • Dauer: 2. Op ca 60 min
  • Op-Planung und Einzeichung des Op-Feldes
  • Desinfektion
  • Örtliche Betäubung
  • Wundgrund-und Wundrandauffrischung
  • Verschiebelappenplastik
  • Naht
  • Drainage
  • Druckverband
  • Kontrolle am 1. postoperativen Tag mit Entfernung der Drainage und Anlegen eines wasserfesten Verbandes
  • Kontrolle nach 1 Woche und Entfernung des Verbandes und ggf. des Nahtmaterials
  • Für eine Woche keine sportliche Aktivität
  • Für eine Woche nicht Baden, Schwimmen oder Saunabesuche
  • 4 Wochen Sonnenschutz
  • Nach 6 bis 8 Wochen ggf. Glättung der Narben mit Laser

Operation bei kleinen Tumoren

Der Eingriff erfolgt schmerzfrei in örtlicher Betäubung. Der Tumor wird spindelförmig exzidiert und mit einer modernen Nahttechnik unter der Haut wieder verschlossen. Das hat den Vorteil, dass die Nahtmaterialien in der Regel nicht entfernt werden müssen und bei gutem Heilungsverlauf eine strichförmige feine Narbe zurück bleibt, die im Laufe derzeit kaum mehr sichtbar ist, ganz im Gegensatz zu früheren Operationen, wo eine grobe Narbe mit Strickleitermuster sichtbar blieb. Das entnommene Gewebe schicken wir zu unsrem Kooperationspartner Prof. Steinkraus in das Dermatologikum nach Hamburg.

Nach der Operation erhalten sie einen wasserfesten Druckverband, den Sie für eine Woche belassen. Sie dürfen damit duschen, nur bitte nicht schwimmen, baden oder in die Sauna. Nach eine Woche kommen Sie zu einem Kontrolltermin erneut in die Praxis. Es werden die Pflaster entfernt und der Befund der histologischen Untersuchung mit Ihnen besprochen.

  • Werden von der privaten Krankenkasse erstattet
  • Desinfektion
  • Exzision des Tumors
  • Intrakutane mikrochirurgische Naht
  • Wasserfester Druckverband
  • Verband für 1 Woche belassen
  • Nicht baden, schwimmen oder in Sauna
  • Kein Sport für 1 Woche
  • Sonnenschutz für 4 Wochen SF50